Kategorie-Archiv: Allgemein

14.08.2014

14.08.2014   Murau

Stark bewölkt 18 Grad, teilweise Regen

Nach einem üppigen Frühstück beschließt der Familienrat erneut die Schwammerlgründe in steirisch Flatnitz aufzusuchen. Die ergiebigen Stellen vom Vortag finden wir leicht, da wir ja ein paar Eyecatcher stehen gelassen haben. Zu Viert wird ausgeschwärmt, noch weint der Himmel nicht! Es macht großen Spaß und noch mehr Gusto auf Schwammerlgerichte so durch den Wald zu streifen, steile Hänge zu durchsuchen und fast schon unanständig viele einzusammeln.

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Mit prall gefüllten Stoffsackerln und Körben, fahren wir bei den ersten Tropfen wieder heimwärts. Bereits hungrig, von so viel frischer Luft und schwerster Klaubarbeit, putzen wir gerade noch so viele Eierschwammerln, wie für eine anständige Sauce mit Knödel nötig sind. Die vollen Bäuche werden mit Schnaps behandelt, dann geht sich auch noch ein Stück Ribislkuchen aus. Das Tagesziel haben wir erreicht! Alles Gute zum Geburtstag, Verena!

13.08.2014

13.08.2014     Friesach – Murau

Stark bewölkt 18 Grad  Nebel       3 Stunden

Die Zentralanstalt für Meteorologie sagt uns für den Vormittag ein „trockenes“ Fenster voraus, also rücken wir nach dem morgendlichen Starkregen, in der ersten trockenen Minute, aus. Hinein in das Metnitztal langsam aufwärts, vorbei an saftigen Wiesen und schönen Gehöften.

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In Metnitz selbst legt Wolf fast eine Notbremsung hin, weil er das Taferl „Zum Totentanzmuseum“ erst im letzten Moment sieht und es unbedingt anschauen möchte. Wir tuckern hinauf in’s Ortszentrum zur Kirche, wo die über 500 Jahre alten Fresken zu sehen sind. Ihre Einzigartigkeit besteht in den Früh-Neuhochdeutschen Texten unter den Bildern. Beeindruckend und gruselig, denn der Tod macht vor Niemandem halt, ob Fürst oder Nonne, Kleinkind oder altem Mann:

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‚ Her kawfman was hilft euch ewir irwerben

Dyczeyt ist hie das ir musst sterben

Der tot nympt wedir gut noch goben

Tanczt mir noch her will euch haben‘

 

‚Ich hette mich czu leben vorsogit wol

Dass schrein und kasten weren vol

Nu hot der tot meyne gobe vorsmacht

Und mich umb leib und gut gebrocht‘

 

Uns hat er Gott sei Dank übersehen, so setzen wir unsere Überfahrt in die Steiermark fort. Biegen dann in das Flatnitztal ein und kommen bis zur Nebelgrenze, was mich aber nicht davon abhält hie und da in den Wald zu speanzln, ob nicht ein gelbes Eierschwammerl zu sehen wäre. Es ist! Schnell das Gespann an den Straßenrand stellen, Korb ausräumen und Messer zücken und ab in den Fichtenwald. Die erste Station fällt nicht ganz nach Wunsch aus, lediglich ein Vorspeiserl würde sich ausgehen, also fahren wir noch ein Stück und halten abermals. Der steile Wald entpuppt sich als Schwammerlwiese wo sie nur noch gepflückt werden müssen. „Wann i nur aufhörn könnt!“

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Nach gut einer Stunde brechen wir das Pflücken ab und setzten unsere Fahrt nach Murau fort. Entzückt von der schönen Landschaft und der reichen Beute sind wir wenig später am Zielort, wo wir gebührend empfangen werden! Mit Lorbeerkranz und Murauer Bierspezialitäten versorgt, kommen wir in die angenehm warme Stube,

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gerade recht zum Essen! Schön wieder einmal so umsorgt zu werden, vor allem wo es bald wieder zu regen beginnt!

12.08.2014

12.08.2014     Friesach

Regen 18 Grad

Wie erwartet empfängt uns dieser Tag mit grauem, nebelverhangenem Regenwetter. Gut, noch einmal umdrehen und das Aufstehen verschieben. Aber auch während des Frühstücks keine Änderung in Sicht, wird ein fauler Tag im Wagen, auch gut! Zwischendurch werden die vergangenen Tage online gestellt und Mails gecheckt, dabei bekommen wir eine ganz liebe Nachricht samt Fotos von Alfred, einem Radfahrer, der uns gestern bei Hochosterwitz überholt hat.

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Endlich, gegen halb Vier, macht der Regen Pause und wir nutzen diese zu einem kleinen Stadtrundgang, wo wir die Stadtmauer umrunden und die Bäckerschupfanlage entdecken.

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Außerdem haben wir eine der wenigen geöffneten Gaststätten gefunden, die köstliche Konditorei Craigher! Sehr feine Torten und außergewöhnliche Schokoladen, machen auch glücklich! Später kochen wir noch ein gutes Chilli um dann wieder von Regentropfen in den Schlaf getröpfelt zu werden.

11.08.2014

11.08.2014  Ebenthal  -  Friesach

Warm  25 Grad  leicht bewölkt                3,5 Std.

Gut ausgeruht erwachen wir durch Kikeriki und Hufgetrampel.

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Bald darauf machen wir uns auf den Weg nach Poggersdorf um uns endgültig zu verabschieden und die, für uns aufbewahrten, Mitbringsel abzuholen. Die heutige Etappe soll uns bis Friesach führen. Da für Nachmittag Gewitter angesagt sind, wollen wir bis zu unserem Ziel durchfahren.

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Es gelingt uns aber nicht an der Brauerei in Hirt vorbei zu fahren. Die Anziehungskräfte des Hirterbiers sind einfach zu groß. Wir kehren also auf ein kleines Mittagessen und ein großes Bier ein.

Im Hirtershop kaufen wir ein Hirterleiberl und Bieressig und dabei fällt mir eine Blechwerbetafel auf. Sie würde super auf unseren Wagen passen! Also frage ich ganz frech, ob die Brauerei sie uns nicht spendieren könnte. Nach einem kurzen Anruf der Verkäuferin beim Vertrieb, bittet sie uns dort noch einmal nachzufragen. Ich fahre mit dem Gespann hin und nach erstaunten Blicken und den üblichen Fragen über unsere Reise, bekommen wir nicht nur die Werbetafel. Wir werden auch noch mit einem Wimpel, zwei Sonnenhüten mit Sonnenbrillen, zwei Hirteraufklebern und Bierkostproben beschenkt. Nachdem wir beim Foto mit einigen Mitarbeitern bereits den ganzen Werksverkehr blockieren, wird es Zeit weiter zu ziehen. Wir bedanken uns bei der Brauerei Hirt für die Großzügigkeit!

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Nach einer halben Stunde Fahrt erreichen wir das mittelalterliche Friesach mit seinen Burgruinen. Wir halten am Hauptplatz und erkundigen uns nach einem Stellplatz. Gleich oberhalb des Hotels Metnitzerhof dürfen wir, auf der obersten Ebene des Parkplatzes, unser Nachtquartier aufschlagen. So einen schönen Stellplatz, zwischen zwei Burgtürmen und mit Blick auf die Stadt, hatten wir noch nicht.

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Es steht nur noch ein Spaziergang durch die Stadt und auf die Ruine der Petersburg auf dem Programm. Ach ja, fast hätte ich es vergessen,  natürlich auch noch der tägliche Bericht!

10.08.2014

10.08.2014   Linsendorf – Mieger/Berg – Ebenthal

Heiß 33 Grad         2 Stunden

Dieser Sonntag ist nicht irgendein Sonntag! Die Vorfreude und Spannung auf unser erstes Traktortreffen, holt uns bereits um 7 Uhr aus den Federn. Wolf möchte einen prominenten Platz am Festgelände haben, deshalb ist eine pünktliche Ankunft wichtig. Goliath werden noch die nächtlichen Wasserflecken wegpoliert, David so aufgeräumt, dass man kaum glauben kann, dass überhaupt jemand darin wohnt (:)). Wir versuchen uns auch möglichst herauszuputzen, Wolf in Lederhosen und wir beide ziehen die brandneuen Tourleiberln an. Die Zeit drängt, ab 10 Uhr ist die Anmeldung geöffnet! Der Weg hinauf auf die Hochebene zwischen Drautal und Klagenfurter Becken ist teils beschwerlich, Goliath schnauft ordentlich. Wir finden den Weg zum Gasthaus Pistotnig fast fehlerfrei und parken so auffällig wie möglich, auch wenn das Gespann sowieso nicht zu übersehen ist.

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Nach und nach treffen verschiedendste Oldtimer-Traktoren ein, viele 15er Steyr, einige „Riesen“ (MAN, Steyr, Massey Ferguson…), Fiat, Drechsler, Fendt, Warchalowski und für mich sogar zwei richtige Porsche Traktoren! Es gibt viel zu schauen und noch mehr über unsere Reise zu erzählen. Sehr viele Teilnehmer und Besucher wollen sehen, wie wir unterwegs sind und hören, was wir so erlebt haben. Sogar der Herr Bürgermeister Franz Felsberger und sein Vize Mario Käfer statten dem Gespann und uns einen Besuch ab und sind begeistert! Um 14 Uhr startet die gemeinsame Ausfahrt, fast alle Traktoren nehmen an der Rundfahrt durch die Gemeinde teil. Die Auspuffe rauchen, und bis sich alle eingeordnet haben, dauert‘s ein Weilchen.

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Schon auf den ersten Metern scheppert Goliath ungewöhnlich laut – immer wieder wird das Geräusch leiser und wieder lauter – hoffentlich ist nix Wichtiges kaputt! Wir kommen problemlos bis zur Labestation.

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Dort erzählt Wolf Jakob von Davids Problemen. Wie schon einige Tage zuvor, erweist sich unser „Sevicemann“ als Experte für Traktor“Wehwechen“. Er erkennt die Ursache des Schepperns, verarztet Goliath flugs mit einem Ast,

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den er statt der fehlenden Schraube bei der Auspuffaufhängung reinsteckt. Er verspricht auch noch die ordentliche Reparatur mit Zwischenstück und Schraube! Jakob ist selbst Besitzer alter Traktoren und heute gemeinsam mit seiner Frau, mit je einem 15er Steyr dabei. Er fährt nach der Ausfahrt gleich nach Hause und bringt die Ersatzteile mit dem Auto extra noch hinauf zum Wirtshaus – HERZLICHEN DANK, JAKOB!

Die Zeit vergeht wie im Fluge, wir haben mittlerweile Jutta und Stefan aus Ebenthal kennen gelernt, die dortselbst eine biologische, gentechnikfreie Landwirtschaft betreiben. Jutta erzählt uns begeistert von ihren verschiedenen Hühnerrassen, die sie alle „unter einen Hut“ bringt! Das Gespräch endet mit einer Einladung unten, bei ihnen, zu übernachten. Wir nehmen gerne an und lassen uns vom Bruder Stefans, Hans, mit seinem roten Steyr den Weg weisen.

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Nach einem ausführlichen Hofrundgang und einer g‘schmackigen Jause, endet der aufregende Tag in unserem David.

09.08.2014

09.08.2014  Linsendorf

Warm  32 Grad

Heut wird früh aufgestanden und wir haben einiges vor. Der Traktor wird geputzt und gewachst,

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David mit neuen Infos bemalt.

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Alles nur um morgen zu glänzen! Morgen findet in Mieger DAS TRAKTORTREFFEN statt!!! Wolf hat mit Jakei schon vor einigen Tagen diese Idee ausgeheckt… Widerstand zwecklos, war eh nicht so schlimm, bin auch schon gespannt, soll ja ein richtiger Almauftrieb sein, mit geschätzten 70 Teilnehmern! Jedenfalls können wir uns jetzt, nach der Vorbereitung noch g’scheit erholen, sonnenbaden am Steg, eiskalte Abkühlung im Draualtarm,

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g’spritzten Most bei der Schank, g’scheite Gschichtln am Heurigenbankl – es soll uns nie schlechter gehen!

08.08.2014

08.08.2014  Poggersdorf  -  Linsendorf

Warm  30 Grad                1,5 Std.

Vormittag basteln wir schön langsam noch ein Fliegengitter und dann wechseln wir von Poggersdorf nach Linsendorf an die Drau.

In Linsendorf finden wir einen paradiesischen Badeplatz an einem Altarm der Drau. Auch WC und Wasser ist vorhanden. Super paradiesisch!

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Abends bewährt sich das Gelsengitter!

07.08.2014

07.08.2014     Poggersdorf/Klagenfurt

Warm  28 Grad      1 ½ Stunden

Endlich, DER Donnerstag ist da! Früh wird aufgestanden und Goliath gestartet – wir fahren in die Stadt! Wichtige Einkäufe werden erledigt (Tourleiberln), und dann das Marktleben genossen – schade, dass wie keinen Kühlschrank haben (oder Gott sei Dank :))! Wolf ist weniger wegen des Einkaufens da, sondern, weil wir danach zum Pumpe gehen – seit Tagen schon spricht er von nix anderem mehr! Wer das legendäre Wirtshaus kennt, wird das verstehen, ein kleines Gulasch und ein, zwei, drei,… Bier dazu, muss sein. Der Pflichtbesuch wird zum Familientreffen, weil neben Tochter Iris mit der Großmutter, auch Neffe Rafael und später auch noch Robert, Trixi und Lukas!

Aber auch der schönste Mittagstisch hat ein Ende, denn Goliath hat einen Termin bei Jake, für kleinere kosmetische Reparaturen.  Die beiden Männer werken den ganzen Nachmittag an Trittblechen und einer Verlängerung der Fußraster für mich :)

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Abends fährt Jake mit uns auch noch hinauf nach Mieger um uns unser sonntägliches Ziel zu zeigen – ganz neue „Welten“ tun sich auf, super Blick auf Klagenfurt – freuen uns schon auf Sonntag!

06.08.2014

06.08.2014  Poggersdorf

Wechselhaft 23 Grad

Wie vereinbart, steht heute eine kleine Wanderung mit Lukas, Trixi und Robert auf dem Programm. Am Vormittag wir die neue Gartenhaustüre noch fertig eingebaut und ein „paar“ Spanln für den Winter vorbereitet, am Tour T-Shirt gearbeitet und mittags geht’s dann los Richtung Eisenkappl. Einige Kehren und Höhenmeter später parkt Robert sein geländegängiges Auto vor dem….. und wir wandern durch Wald und Wiese zum Topitz….Zwischendurch werden Walderdbeeern und köstliche Himbeeren gepflückt und verspeist. Für die richtige Wegzehrung hat Trixi mit Extrawurstsemmeln gesorgt.

Gestärkt und voll motiviert (dunkle Wolken sind aufgezogen – wir wollen nicht nass werden) steigen wir, über teils steile Wege, weiter aufwärts, bis endlich das Gipfel- (Kipferl-)kreuz erreicht ist.

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Der Gipfelsieg hat Kraft gekostet, also rasten wir kurz und schon geht’s in rasendem Tempo abwärts. Lukas legt ein Tempo vor, bei dem wir kaum mit kommen. Ich muss ein paar Pausen einlegen um Himbeeren zu naschen, sie leuchten zu verführerisch um vorbei zu gehen. Beim Auto angelangt, fahren wir ein paar hundert Meter weiter zu Trixis und Roberts Grundstück. Das Haus ist schon fast fertig, 2 Balkontüren müssen noch in den 2 Stock getragen werden. Gemeinsam schaffen wir die beiden Trümmer hinauf und jausnen dann ordentlich. Im Naturkühlschrank (Quelle) wartet das Bier, alles andere wird mit dem Auto mitgebracht. Gott sei Dank hat auch das Wetter ein Einsehen, gegen Abend klar es sogar auf und wir sitzen im Sonnenschein (mit Jacke!). Nach der rasanten Talfahrt geht’s bald in’s Bett  sooo viel Bergluft!

04.-05.08.2014

04.-05.08.2014    Poggersdorf

Sonnig  Gewitter stark bewölkt  18-25 Grad

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Zwischen weiteren Erzählungen werden diverse Hilfsdienste und –arbeiten erledigt, Einkäufe getätigt und einfach die Familie in der Heimat genossen. Morgen steht vielleicht noch eine kleine Wanderung am Programm, wir werden sehen, ob das Wetter mitspielt.