Archiv für den Monat: April 2014

29.04.2014

29.04.2014  Bar de Luc     -     Juvigny

Bewölkt, 16 Grad                               Fahrzeit 6 Std.

Um ca. 11 Uhr wechsle ich heute von Elsass-Lothringen in die Champagne. Zuerst weite, dem Marchfeld ähnliche, Felder, dann …. auch! Erst eine Stunde später endlich ein kleiner Anflug von Weinbergen. In St. Lumier sind ein paar Weinberge zu sehen, dann wieder Felder um Felder.

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Dafür tauchen wieder Fachwerkbauten auf, ein wenig anders als in Lothringen.

Ich quäle mich durch Chalons en Champagne und suche den Campingplatz.

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Der ist ein vierstern Campingplatz und kostet für mich und das Gespann 15 Euro die Nacht und 4 Euro für den Strom. Als ich frage ob sie Waschmaschinen haben, sagt mir das Fräulein an der Reception, dass die derzeit kaputt sind – also dann ist mir das eindeutig zu teuer und ich fahre weiter.

So gelange ich nach Juvigny und fahre zum Sportplatz und stelle mich dort hin. Juvigny ist ca. 30 bis 40 Kilometer von Reims entfernt.

28.04.2014

28.04.2014  Bar de Luc

Bewölkt,   17Grad

Ich mache mir heute einen gemütlichen Tag und bummle durch die Stadt. Die Stadt ist nicht sonderlich aufregend aber hat doch ein paar lauschige Ecken.

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Hier das Chateau de Duc.

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Am Nachmittag spiele ich ein bisschen Dudelsack und zeichne.

Sonst hab ich heute nichts Aufregendes zu berichten. Morgen geht’s weiter in Richtung Reims, das ich in zwei Tagen erreichen möchte.

27.04.2014

27.04.2014     Toul     -     Bar – le – Duc

Stark bewölkt, zeitweise Regen, 17 Grad                  Fahrzeit 4Std.

Nach einem gemütlichen Frühstück und dem allgemeinen Morgenritual verlasse ich gegen 10 Uhr 30 den Stellplatz in Toul und fahre zum Mc Donalds um euch auf dem Laufenden zu halten.

Dann geht’s wieder über Nebenstraßerln aus der Stadt hinaus aufs Land und ich peile Commercy an.

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Eigentlich will ich mir dort einen Stempel aus der Touriinfo holen – die ist aber geschlossen also geht’s weiter mit dem Ziel Bar-de-Luc.

In Longeville en Barrois bemerke ich, dass irgendetwas im Ort los ist und bleibe stehen.

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Ein Flohmarkt – ich finde das ist eine gute Gelegenheit für eine Pause und ich finde nicht nur das, sondern am Flohmarkt auch gleich einen alten Spielzeugtraktor den ich erwerbe. Jetzt bin ich zufrieden und fahre weiter nach Bar le Luc und finde dort auch gleich den Stellplatz und „raube“ mir illegal von den Ankerplätzen für die Schiffe den Strom. Neben dem Stellplatz ist nämlich gleich der Canal de Marne au Rhin.

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Es beginnt zu schütten – grad noch geschafft, im Laufe des Tages hatte ich eh genug Regenspritzer!

26.04.2014

26.04.2014  Dommartin   -  Toul

Sonnig, leicht bewölkt 18 Grad                 Fahrzeit  20 Min.

Es ist 10 Uhr und ich sitze in einem Cafe am Place des 3 Evéchés und trinke einen petité cafe und schreibe Postkarten.

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Ein Stellplatz mit Strom und Wasser ist schon ausfindig gemacht und die Kathedrale Saint – Etienne habe ich auch schon besichtigt. Ich bin zufrieden und schaue, dass ich nach dem Cafe zwei Baguettes bekomme.

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Ich gehe zurück zum Gespann und fahre zum Stellplatz – es gibt nämlich nur 9 Plätze- und stelle das Gespann ab. Nach einer Stunde Laufen, über die Wehranlage der Stadt, die fast vollständig erhalten ist, esse ich gemütlich und nach einem Schläfchen hole ich noch eine Flasche Wein und Wasser.

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So ist der Abend gerettet. Als ich vom Einkauf zurückkomme ist der Stellplatz voll. Gegen 19 Uhr fängt es an zu regnen.

Das Prasseln der Tropfen auf das Wagendach und ein Gläschen Wein machen müde – bonne nuit !

25.04.2014

25.04.2014     Nancy

bewölkt 18 Grad                                Fahrzeit 1Std.

Heute steht Nancy die ehemalige geistige Hauptstadt von Elsass – Lothringen auf dem Programm.

Hier ein paar Eindrücke.

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Mehr kann ich heute nicht von mir geben – habe nämlich ein Tief! Sorry

25.04.2014   Art – s – Meurthe       -     Dommartin les Toul

Sonnig, Abend Regen 17Grad                 3Std.

Schon um ca. 9 Uhr 30 bin ich in Jarville la Nancy und finde einen Parkplatz zwischen Kindergärten und Schulen. Ich finde auch gleich den Bus in die Stadt und es kann losgehen.

In der Stadt selbst finde ich mich gleich zurecht und organisiere mir gleich einen Übersichtsplan und gehe los. Der Place Stanislas mit der Oper und dem Hotel de Ville und dem Arc de Triomphe ist beeindruckend und ein schönes Beispiel französischer Klassik. Auch die schmiedeeisenen Gitter – wunderschön.

Der weitere Bummel durch die Altstadt und eine kleine Pause im Park Pépiniére sind erbauend.

Danach versuche ich den Mc Donald zu finden und entdecke das andere Nancy – viele Bettler und ziemliche Hektik. Nun gut ich finde den Mc versteckt in einer Seitengasse der Einkaufsstraße und komme in den verdrecktesten Mc Donalds den ich je gesehen habe und ich hab durch die Nutzung des Wifi jetzt schon einige gesehen. Das WC hat nicht einmal Autobahnraststättenqualität.

Naja, ich verabschied mich wieder und fahre aus der Stadt wieder hinaus zu Goliath und David und entschließe noch in Richtung Toul weiterzufahren und einen Standplatz zu suchen.

Nun gut, so fahre ich – auch noch von einem nahendem Regenwetter gejagt – laso doch noch 2Stunden und plötzlich steht die Silhouette einer Kathedrale beherrschend in der Landschaft.

Einem Reisenden in 16. Jhdt muss es nicht anders gegangen sein. Eine beeindruckender Baukörper und rundherum ein mächtiges Bollwerk aus dem 17.Jhdt.

Ich fahre also die nächste Rue a droite und lande bei einem Sportplatz und übernachte ca. 20 Minuten Gehzeit vom Zentrum von Toul entfernt. (Der Regen hat mich auch nur ganz kurz erwischt.)

An alle die sich gestern schon Sorgen machten – es ist wieder alles im grünen Bereich!

Nach dem Abendessen habe ich noch den ersten Pressebericht aus Deutschland bekommen – echt super!

24.04.2014

24.04.2014 Hesse – Art-s Meurthe
Sonnig 25Grad Fahrzeit 5Std.
Nach einer eher unruhigen Nacht versuche ich um ca. 9 Uhr aufzubrechen, werde aber von einem Fan aufgehalten und er zeigt mit seine Citroen Oldtimer.
Dabei entdecke ich eine Boulangerie und frühstücke erst einmal. Dann kanns endlich losgehen – aber ca. nur einen Kilometer, denn dann holt mich ein Mann von der Straße , dessen Kinder mich gestern in Schneckenbusch gesehen haben. Er hat mich kurzerhand heute gesucht und gefunden.
Er fotografiert das ganze Gespann und wir versuchen uns zwischen Französisch und Deutsch zu unterhalten. Bevor wir uns verabschieden bittet er mich noch 5 Minuten zu warten, er holt nur schnell etwas!

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Besagter Herr kommt mit einer Flasche Wein, Keksen und einem Regenmantel wieder zurück und schenkt mir die ganzen Sachen. Regenmantel deswegen, weil ich ja kein Verdeck habe.
So jetzt aber weiter!
Ich komme aber nur ca. 5 Kilometer, steht am gegenüberliegenden Straßenrand ein Mann und fotografiert mich schon von weitem als ob er auf mich gewartet hätte – dann winkt er mich zur Seite.
Jedenfalls stellt sich heraus, dass der Mannn ein Pressefotograf ist und die dazugehörende Reporterin interviewt mich bereits. Wir tauschen auch Internetadressen aus und ich hoffe, dass ich den Artikel zu sehen bekomme.
So jetzt geht’s aber wirklich weiter. Ich fahre den Marne – Rhin Kanal entlang mit all seinen Schleusen und dazwischen Booten mit Touristen – einfach schön!

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So begleite ich den Kanal und die Boote bis ca. 10 Kilometer vor Nancy – bis Varangevill eine eher nicht so idylische Stadt mit einer großen Saline. Von dort nur noch Schlafplatzsuche bis Art-s Meurthe. Dort stehe ich wieder einmal vor einem Friedhof.

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23.04.2013

23.04.2014   Strassbourg – Hesse

Sonnig – leicht bewölkt 15 Grad                     Fahrzeit 6,5Std.

Mit viel Bauchweh fahre ich um ca. 10 Uhr von Kehl vom Stellplatz weg unter dem Blitzlichtgewitter der anderen Benutzer. Bauchweh deswegen, weil ich fast quer durch Strassbour muss. Es kommt wie es kommen musste, ich komme in die Auffahrt einer Schnellstraße und muss unter Hupengetöne und Flüchen langsam und unsicher zurückschieben.

Sonst habe ich die Route aus Strassbourg super durchgefunden.

Dann geht es beim Flughafen vorbei quer durch das Rheintal in Richtung Vogesen.

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In den Vogesen war das Fahren heute so wie ich es mir  vorstelle – keine Lastwägen und die Straße für sich alleine. So fahre ich über „Kuhstraßen“ durch die Vogesen. Man kommt sich vor wie bei uns im Raxgebiet. Für Goliath ist diese Bergwertung Schwerarbeit.

Die Ortschaften sind putzig und als ich eine Einheimische nach dem Weg fragen will, Schnappt sie die Kinder und geht davon. Na ja!

Hier findet man außerdem alles was wir in Österreich auch haben – Wolfsthal, Schneeberg, Kuhberg …..

Sehr schön ist auch Rocher de Dabo, eine Kirche auf einem ziemlich ausgesetzten Felsen und mit faszinierendem Ausblick.

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Als ich, nach einer halben Stunde Pause, weil die Bremsen vom Hänger heiß waren, in die Ebene herunter komme, sehe ich schon von weitem ein Regenwetter auf uns zukommen.

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Dieses Regenwetter hetzt uns von Niderviller über Schneckenbusch nach Hesse wo wir einen Platz zum Pausieren finden.

Nachdem ich Goliath zugedeckt habe beginnt es zu schütten und hört noch nicht auf!

22.04.2014

22.04.2014              Kehl bei Sraßburg

Sonnig 19Grad

Heute bin ich früh Laufen gegangen und um ca. 9 Uhr nach Sraßburg gefahren um einige Vorbereitungen zu erledigen.Ich habe mir außerdem vorgenommen, ab heute Französisch zu lernen.

Dazu hab ich mir ein Heftchenangelegt und dort schreibe ich alle brauchbaren Wörter hinein. Auf der Post hab ich erstklassig Marken bestellt und Mittags bin ich in ein Studentenbeisl und hab mit meinem einzigartigen Französisch folgendes bestellt: „ ä börger oe ä cok“ sollte ein Burger und ein Cola sein – bekommen habe ich einen Burger und einen Grock – ich hatte einen ordentlichen Schwips!

Also werde ich noch ordentlich an meinem Französisch feilen müssen.

Ich bin dann auch mit folgender Tram nach Hause gefahren. Siehe Bild!

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Die in Straßburg sind wirklich fortschrittlich, kein Wunder, dass die Europahauptstadt sind.

Morgen fahr ich weiter. Vive la france!

21.04.2014

21.04.2014        Kehl (Straßburg)

bewölkt  14Grad

Ich stehe früh auf , frühstücke und gehe nach Straßburg.

Nach einer Stunde Marsch erreiche ich die Innenstadt und es ist echt schön hier.

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Die Altstadt ist sehr mittelalterlich und der Dom ist einzigartig. Innen ist er sehr dunkel, das hat auch damit zu tun, dass der Sandstein der verwendet wurde und aus den Vogesen kommt rötlich ist.

Im Inneren des Doms ist eine Uhr mit Glockenspiel und astronomischer Anzeige aus der Renaissance und ich warte kurz vor Zwölf auf das Spaktakel – dabei komme ich drauf, dass ich nicht 5 Minuten warten muss sondern ca. 30 Minuten -Zeitverschiebung!!! Na ja hatte eh schon so einen Jetlag am Traktor.

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Weiter gehts mit der Besichtigung.

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20.04.2014

20.04.2014   Freudenstadt  -  Kehl

Bewölkt 5 Grad, sonnig 19Grad                    Fahrzeit 5Std.

In der Früh um sieben Uhr der herrlichste Sonnenaufgang – um elf Uhr bewölkt und relativ kalt, so starte ich heute.

Nach Freudenstadt fahre ich auf die 28er, die Schwarzwaldhochstraße. Durch urige Wälder und Ortschaften wie aus einem Märchen von Grimm. Am Pass in ca. 800 Höhenmetern fahre ich durch ein „Schigebiet“, sehe aber nur die Anfängerlifte! (gibt auch keine anderen) Dann geht’s ca. 10 Kilometer höllisch abwärts mit 12% Steigung und es wird von Kilometer zu Kilometer wärmer.

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Unterwegs fahre ich durch ein paar Bäder und unten im Tal angekommen glaube ich in der Wachau zu sein. Blühende Obstplantagen und Wein. Das Gebiet läuft dann in eine Ebene aus und ich höre plötzlich ein Klappern und Schlagen!

Jetzt ist die zweite Kotflügelaufhängung an der Biegestelle gebrochen. Kabelbinder her und dieses mal sogar mit einem Gummi dazwischen als Geräuschdämpfer. Eine ganze Familie – vom Großvater bis zum Enkel besichtigen mein Gespann, während ich Störche fotografiere und schenkt mir eine Tasse selbstgezogene Erdbeeren.

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Ich treffe zielgenau in Kehl auf einen Wohnmobilstellplatz und nach dem Einparken bin ich schon das Platzgespräch. Der Stellplatz heißt „am Wasserturm“.

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Überquert man in Kehl den Rhein, ist man in Straßburg und somit in Frankreich.

Ich gehe eine Stunde laufen um mich zu orientieren, ich stehe heute in einem Freizeitgebiet das man mit der WIG vergleichen könnte. Es scheint die Sonne und es hat ca. 19 Grad, nach dem Wetter der letzten Tage eine Wohltat. Morgen gehe ich mir Straßburg anschauen.