Archiv für den Monat: Mai 2014

28.05.2014

28.05.2014   Sivry –Courtry  -  Maincy (bei Melun)

Nachdem ich die Nacht an einem Sportplatz außerhalb des Ortes verbracht habe, benötige ich den ganzen Vormittag dafür, das Kabel für die zweite Batterie zu reparieren. Nun ja, ich bin bis jetzt nicht abgebrannt und Sicherung ist auch noch keine gegangen. Ich hab also große Chancen, dass es funktioniert.

Gegen zwölf Uhr fahre ich dann los. Heute geht es zum Chateau de Vaux le Vicomte.

 

Es ist ein Barockschloss und erinnert mich mit seinem Garten stark an das Bellvedere. Den Garten hat kein geringerer als André Le Notre gestaltet, der auch Gärten für Ludwig XIV. gestaltete. Ich bin fast 4 Stunden in der Anlage. –das Schloss ist auch innen wunderbar ausgestattet. Sehr interessant ist auch, dass man die Küche, die Vorratskammern und auch den Weinkeller besichtigen kann.

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In den Ställen sind die Wagen ausgestellt und eine Schmiede eingerichtet.

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Das prächtige Schloss lies N. Fouquet, Geldgeber von Ludwig XIV. errichten, womit er sich leider selbst seinen Untergang baute. Da das Schloss alle anderen Schlösser es Königs in den Schatten stellte, lies dieser Fouquet verhaften und lebenslänglich einsperren.

Für eine ordentliche Fotosession war das Wetter wieder einmal zu lausig. Wenn euch die Fotos wie Schwarz-Weiss-Fotos vorkommen liegt es wohl am Regen. Irgendwann muss doch der Sommer kommen!

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Da ich beim Schloss nicht stehen bleiben kann fahre ich noch ein Stück Richtung Melun und stelle mich in Maincy auf einen Parkplatz.

27.05.2014

27.05.2014   Moret sur Loing  -  Sivry –Courtry

Bewölkt 17 Grad                                 4Std.

Als ich in der Früh startbereit bin und wegfahre beginnt es zu regnen und ich stelle mich wieder auf den selben Parkplatz. Nach ca. einer Viertelstunde geht es dann wirklich los. Zuerst fahre ich tanken und dann in eine Werkstatt um meinen gestrigen Schaden beheben zu lassen. Nachdem ich dem Mechaniker alles ausgedeutscht habe schaut er das kaputte Teil drei Minuten scheinbar denkend an und eröffnet mir dann, er habe es nicht gemacht, deswegen kennt er sich auch nicht aus und tschüss – weg ist er.

Ich bin ob so einem Service hocherfreut und beschließe mir die Geschichte selbst anzuschauen. Mein Plan ist also folgender: zuerst Fontainebleau besichtigen und dann einen Campingplatz aufsuchen und dann den Schaden besichtigen – verstehen und selbst reparieren.

Fontainbleau  liegt in einem riesigen Waldgebiet welches ich eine Stunde lang durchkreuze bis ich in Fontainbleau lande. Das Schloss ist wunderschön und mit Schönbrunn vergleichbar. Es ist sozusagen in mehreren Jahrhunderten „zusammengestückelt“ worden, hat verschiedene Gärten und was sehr auffällig ist eine hufeisenförmige Aufgangsstiege, die Escalier du Fer-a-Cheval.

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Das Neue an der Stiege ist der Umstand, dass die Wagengespanne unter der Stiege durchfahren konnten.

Da Dienstag die Räumlichkeiten geschlossen sind kann ich mir das Schloss nur von außen anschauen und gehe auch durch all die Gärten – wobei mir der Englische Garten am besten gefällt.

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In der Tourist Office erkundige ich mich nach Campingplätzen und dann steuere ich den für mich am günstigsten liegenden an.

Als ich dort ankomme erkundige ich mich nach dem Preis – der ist o.k. und dann gehe ich den Platz und die Sanitäranlagen anschauen.

Leute das habt ihr noch nicht gesehen! Die Duschen funktionierten nicht und in den Duschtassen waren zwischen den Blättern Schnecken und sonstiges Getier. Das Gras hat noch keinen Rasenmäher gesehen und ging mir bis zum Knie. Elektrischen Anschluss habe ich erst gar keinen gefunden – also Flucht, nix wie weg!!

Nach einer kurzen Diskussion öffnet mir der Besitzer die Schranke und ich fahre schnellstens wieder davon. Um die 12.- die er wollte habe ich in der Champagne bei einem Weinbauern am Weingutübernachtet mit super Sanitäranlagen und Waschmaschine gratis und als Begrüßung ein Glas Champagner!

So fällt also der Reparaturversuch heute aus und wird auf Morgen verschoben.

26.05.2014

26.05.2014     Bagneaux   -  Moret sur Loing

Regen mehr oder weniger stark bis 14 Uhr, dann zaghafte Sonne    Fahrzeit 2Std.

Der Mann des Tages ist heute Alfred Sisley, denn ich fahre heute nach Moret sur Loing. Alfred Sisley, ein Impressionist, hatte dort ein Haus gemietet und hat dann in der Umgebung der Stadt gemalt. Eines seiner schönsten Bilder ist eben die Pont de Moret.

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Ich fahre um ca. 11 Uhr 30 weg, denn da sieht es so aus als ob der Regen aufhört – ist aber nicht so!

Ich fahre also in mehr oder weniger starken Regen nach Moret, immer wieder dem Canal de Loing folgend. Es ist trotz Regen eigentlich wunderschön und gerade wegen des Regens auch herrlich grün.

In Moret angekommen hört es auf zu regnen und ich gehe zuerst einmal – meinem Instinkt folgend- einkaufen. Hunger!!!!

Nach dem Essen bin ich so ermattet, dass ich ein Nickerchen machen muss und erst danach eine Runde in den Ort gehe. Der Ort hat noch eine Stadtmauer mit Toren und Türmen rundherum. Zum Haupttor muss man über eine Brücke mit einigen angeschlossenen Mühlen und kann dann durch eines der Stadttore die Stadt betreten. Die Mauern beherbergen eine stark mitgenommene gotische Kathedrale, Teile der Fassade eines Hauses aus der Zeit Franz I. , das Hotel de Ville aus dem 16. Jhdt. Und einige nachgebaute Fachwerkshäuser. Insgesamt sehr hübsch und sehr mittelalterlich. Enge Gassen, sehr verwinkelt alles, nur zu empfehlen.

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An jeder Ecke aber und ganz besonders am Hafen (Canal de Loing), begegnet man Sisley in Form von Tafeln die seine Bilder zeigen und dort kann man sie dann mit der heutigen Situation vergleichen.

Er hatte eindeutig schöneres Wetter!

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Ich verbringe also einen ganz gemütlichen Tag und gehe Abends sogar an den Fluß malen.

Ach ja, fast hätte ich vergessen es zu erwähnen, heute habe ich vor der Stadtmauer Dudelsack „geübt – gespielt“ und hab immerhin 15.- eingenommen. Muss aber ehrlicherweise sagen, dass eine amerikanische Reisegruppe vorbeigekommen ist und ich extra „Amaizing Graze“ gespielt hab.

 

25.05.2014

25.05.2014     Joy le Potier  -  Bagneaux

Bewölkt bis sonnig    19 Grad                 Fahrzeit 4Std.

Ich komme heute nicht gerade zeitig aus dem Bett und so fahre ich erst um 10 Uhr los. Das Wetter ist trocken und relativ warm. Es scheint also keine Probleme zu geben.

Na und wenn keine Probleme da sind, na dann macht man sich halt selbst welche.

So reiße ich mir bei einem Umdrehmanöver das Aufladekabel für die zweite Batterie zwischen Traktor und Anhänger ab. Einfach mit dem Hinterrad erwischt und schön aus dem Stecker herausgerissen, damit man nicht erkennen kann welcher Draht wo angeschraubt war.

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Eine Zeit lang könnte ich mir selbst in den Hintern beißen und meine schöne Stimmung ist  dahin. Der Weg ist heute auch ziemlich monoton – nur Getreidefelder und die noch riesig und Eichenwälder.

Nur einmal stoße ich in Combreux auf ein sehr schönes Chateau .

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Ich umfahre Orleans heute südlich und wechsle von der Loire zur Loing, die ich morgen auch noch entlangfahre. Ich befinde mich bereits in der Region Isle de France und versuch in den nächsten Tagen zur Ostseite von Paris zu kommen, wo ich dann entlang der Marne zum Campingplatz kommen sollte.

Auf der Suche nach einem Nachtquartier hat es mich heute nach Bagneaux verschlagen. Bagneaux wird von einer riesengroßen Glasfabrik beherrscht. Hinter der Glasfabrik ist ein Kanal, wo früher die Schiffe das Glas abtransportierten und auch das Rohmaterial brachten und der heute als Erholungsgebiet genutzt wird, und dort stehe ich heute Nacht.

24.05.2014

24.05.2014   Huisseau sur Cosson  -  Blois  -  Joy le Potier

Regen wechselt mit Sonnenschein   18Grad                4Std.

Zuerst einmal einen Traktorcheck, etwas Motoröl nachfüllen und auch Kühlwasser. So jetzt sind wir bereit und fahren nach Blois. Bevor ich nach Blois komme, eine Schrecksekunde, ich lande fast auf der Autobahn und kann im letzten Moment noch illegal umdrehen! Uff!!

Ich muss ehrlich sein, ich habe von Blois vorher noch nichts gehört. Blois war einst Hauptresidenz der Könige, bis Henri IV. 1598 den Hof nach Paris verlegte und als dann Ludwig XIV. Versaille erbauen ließ, war es überhaupt vorbei mit Blois.

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Heute ist Blois eine kleine beschauliche Stadt mit dem Chateau de Blois, einer gotischen Kathedrale – Cathedrale St.Luis,  die bei einem starken Sturm einstürtzte und dann von Ludwig XIV. wieder aufgebaut wurde. Deshalb ist sie teilweise gotisch und der Rest ist „Barock“.

Außerdem hat sich in Blois der berühmte Uhrmacher und Zauberer Jean Eugéne Robert Houdin , der Vater der modernen Zauberei, niedergelassen und dort gearbeitet. Aus diesem Grund gibt es dort auch ein Maison de la Magie, das ich natürlich unbedingt besichtigen muss.

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Übriges, dort erscheint jede Stunde ein sechsköpfiger Drachen in den Fenstern dieses Hauses!

Ach ja, als ich heute in Blois ankomme, werde ich wieder einmal von einer sehr netten älteren Dame befragt, die für ein lokale Blatt schreibt. Ich bin schon sehr neugierig ob sie mir den Artikel schickt.

Außerdem war ich heute auch Zeuge – zwar nicht gerade Trauzeuge – einer Hochzeit und das Hochzeitspaar kam mit einem gar edlen Gefährt!

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Als ich genug von den Besichtigungen habe fahre ich Richtung Orleans und ab in die Landschaft. Immer wieder muss ich meine Fahrt unterbrechen, weil es heftig zu regnen beginnt. In Joy le Potier gebe ich dann auf und finde einen Schlafplatz – eh gut, es ist bereits 19 Uhr 30. Ich werde morgen Orleans im Süden umfahren und dann nach Norden auf Paris zufahren. In ca. einer Woche treffe ich mich dann dort endlich mit Birgit.

23.05.2014

23.05.2014    Muides   -  Chambord  -  Huisseau sur Cosson

Regnerisch 13 Grad       Fahrzeit 1 Std.

In der Früh um 8 Uhr regnet es heftig und um 10 Uhr hört es dann auf und die Situation sieht so aus, dass man losfahren kann. Ich fahre heute zum Chateau Chambord, die größte Loire – Residenz gelegen im Foret de Boulogne. Das Gebiet um das Chateau war einst Jadtgebiet und ist von einer 32 Kilometer langen Mauer umgeben. Bauen ließ dieses Chateau Francois I.  1519 an Stelle eines seiner Jagdschlösser. Die Pläne dazu soll niemand geringerer als Leonardo da Vinci entworfen haben.

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Im Zentrum dieses Chateaus steht ein Turm mit einer Doppelwendeltreppe, damals eine Neuheit, sie ermöglicht, dass auf- und absteigende Personen sich nicht begegnen.

Das Äußere des Chateaus ist ein Beispiel französischer Renaissancearchitektur.

Da die Sonne nicht so mitspielt wie ich will, muss ich recht lange warten um für euch schöne Bilder zu machen.

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Da es immer wieder regnet habe ich genug Zeit mir das Innere des Schlosses intensiv anzuschauen.

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Nachdem ich alle Fotos im „Kasten“ habe und der Parkplatz kostenpflichtig ist, schaue ich dann um ca. 16 Uhr, dass ich weiter komme. Ich komme aber nicht weit, nur bis Huisseau sur Cosson, etwas ausserhalb des Waldes um Chambord, denn dort entdecke ich einen Stellplatz und der wird auch mein Übernachtungsplatz.

22.05.2014

22.05.2014      Conie Molitard  – Muides sur Loire

Bewölkt 10 Grad, gegen Mittag wechselnd bewölkt und wärmer, sehr windig                  Fahrzeit 5Std.

Nachdem ich den gestrigen Bericht geschrieben hatte, hat es noch ein sagenhaftes Gewitter gegeben. Der Regen kam, durch den heftigen Sturm gepeitscht, von allen Seiten. An zwei Stellen tropft es bei so einem heftigen „Regenangriff“ leicht herein, sonst ist der Wagen dicht.

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Wenn ich jetzt auf das Thermometer schaue, zeigt es  gerade 10 Grad an – es hat also ordentlich abgekühlt und ich hab mir vor ein paar Tagen gedacht, dass der Daunenanorak eigentlich schon überflüssig ist. Denkste!

Ich fahre also um 10 Uhr weg und nach einer Stunde erreiche ich die angepeilte Windmühle.

Im Gegensatz zur gestrigen Windmühle ist sie aus Stein gebaut und nur der obere Teil der Mühle – also Dach und Windrad drehen sich. Diese Mühle ist auch noch einsatzbereit – die einzige im Eure- Loire Gebiet.

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In der Beschreibung der Mühle steht so schön drinnen, dass sie wie ein Leuchtturm in einem Ozean von Getreide steht. Das mag zugetroffen haben bevor das Atomkraftwerk das ich bei Mar sehe erbaut worden ist. Jetzt beherrschen die zwei Kühltürme über -zig Kilometer den Getreideozean.

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Dort eben setze ich über die Loire und an ihrem Ufer suche ich mir auch gleich einen Stellplatz, den ich auch gleich problemlos finde.

Als Ausgleich zum Atomkraftwerk (NEIN DANKE!) ein aufbauendes Bild!

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Wie ihr bemerkt habt habe ich ins Loirtal gewechselt um mir das größte Loire-Schloss, Chateu Chambord anzuschauen.

21.05.2014

21.05.2014  Chartres    -    Conie-Molitard

Regen  13 Grad             Fahrzeit 2,5 Std.

Gestern vor dem Schlafengehen habe ich das Gespann noch umgestellt, ca.150 Meter weiter – etwas sichtgeschützter und ebener.

Nach dem Frühstück ziehe ich mir gleich die Regenhose an und trockne den Sitz ab, als ich die Regenjacke anziehe, beginnt es auch schon zu regnen.

Nun gut, das wird wohl ein Viertelstündchen dauern, dann kann ich ja fahren. Um 14.30 bin ich dann so weit, dass ich bereit bin zum Fahren, ob es regnet oder nicht. Sechs Stunden nur dösen, neue Projekte bedenken (obwohl dieses noch nicht durchgestanden ist), denken, lesen – Ende! Ich ziehe mich regenmäßig an und fahre ohne größere Probleme aus Chartres hinaus in Richtung Süden. Ich peile die Loire an und möchte mir dort noch das Schloss von Chambord, sowie die Stadt Blois und Beaugency anschauen.

Außerhalb von Chartres sind wieder unendlich große Felder und eine Ebene mit langen geraden Straßen. Eine Ebene voll mit Getreide, Mais und Raps. Die einzigen Erhöhungen sind die Wassertürme der einzelnen weit verstreuten Ortschaften. Riesige Silos sehen von weitem aus wie Kathedralen. (Kathedralen des Hungers)

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Das Wetter sieht man schon von weitem herbeiziehen und genau so ein Wetter, so ein Donnerwetter zieht auf mich zu.

Bevor ich mir aber einen Platz suche, entdecke ich in Sancheville eine alte Windmühle und die muss ich mir schnell noch anschauen! Le moulin du paradis.

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Dann reiten wir vor dem Wetter daher – bis Conie Molitard (liegt am Flüsschen „la Conie“) dort beginnt es zu regnen und ich parke am Parkplatz des Sale de Fete und gleich danach haben wir das schönste Gewitter.

 

20.05.2014

20.05.2014  Chartres

Regen   18 Grad

Ich hab also in diesem Wohnviertel ruhig übernachtet und zum Glück auch ohne Zahnschmerzen. Gleich in der Früh inspizieren ein paar Anrainer den Traktor und den Wagen und ich beschließe ganz leise zu sein. Man kann nie wissen, das Wetter sieht heute nicht so gut aus und vielleicht muss ich noch eine Nacht hier verbringen. Ich gehe also in die Stadt und frühstücke in einem Café.

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Anschließend schaue ich mir den Dom an, der sehr dunkel ist und auch wenig renoviert. Im Allgemeinen präsentiert sich Chartre auch nicht so touristisch wie die anderen Städte die ich schon besucht habe. Über Chartre liegt sowas wie eine dünne Staubschicht oder ein dünner grauer Schleier.

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Hat aber auch seinen Charme.

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Um 11 Uhr gehe ich mit der Führung durch die Unterkirche mit, ist natürlich die größte Unterkirche Europas, und bemerke, dass ich dafür eine Eintrittskarte gebraucht hätte – zum Glück merke das nur ich, denn der Führer kommt zu spät und hat dadurch die Hektik.

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Als wir aus der „Gruft“ wieder ans Tageslicht kommen regnet es heftig und mich zieht es in eine Bar.

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Dort schreibe ich diesen Bericht und trinke Rotwein – viel länger wird der Bericht heute wohl nicht werden.

Eines noch: Ein dreifaches HOCH!HOCH!HOCH! auf den Jubilar! Alles Gute zum 60er, Wini!

 

19.05.2014

19.05.2014  Dreux    -    Chartres

Sonnig 25 Grad                          Fahrzeit ca. 4Std.

Nach einer Nacht mit Zahnschmerzen fahre ich erst um 12 Uhr los. Weiter geht es der Eure entlang und ich brauch auch nicht lange warten, überrascht sie mich mit einer alten Mühle. Sie liegt zwischen einer Vielzahl von Wasserläufen worin sich Enten und Gänse tummeln. Auf den saftig grünen Flecken dazwischen grasen Pferde.

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Dann geht’s wieder entlang von Trauerweiden und sonnendurchfluteten Meandern.

Schon während der Fahrt sehe ich immer wieder ein Plakat von einem Chateau de Maintenon. Wenn es auf meinem Weg liegt, werde ich es besuchen. Es liegt auf meinem Weg und zwar ca.20 Kilometer vor Chartres.

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Die Geschichte des Schlosses beginnt im Mittelalter (eckiger Turm) aber spannend wird sie im Jahre 1674, da erwirbt Francoise d´Aubigné, die Witwe des Dichters Scarron und spätere Marquise de Maintenon das Schloss.

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Sie lässt es ausbauen und den Park erweitern. Sie wurde 1684 heimliche Gemahlin des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Das Schloss ist ja auch nicht weit von Versailles entfernt.

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Nach dieser willkommenen Pause fahre ich weiter und treffe fast in die Innenstadt. Ich suche mir also einen Schlafplatz und finde einen in der Nähe von einer Schule (ich glaub es zieht mich schon wieder in die Schule!) in einem Viertel mit dem Namen: Belle Aire .

Es ist 17 Uhr, also gehe ich noch Richtung Stadt und merke dabei, dass ich nur ungefähr 15 Minuten vom Stadtkern entfernt stehe.

Das ist auch gut so, denn als ich am Abend (ca.19.30) mit dem Bus zurückfahren will, merke ich, dass um diese Zeit keine Busse mehr verkehren.

Na ja, Chartres ist keine Großstadt – eher so groß wie Klagenfurt.

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Bei meinem Orientierungsspaziergang in der Wagengegend entdecke ich noch ein Kuriosum.