Archiv für den Monat: Juni 2014

26.06.2014

26.06.2014   Foissiat  -  Bourg en Bresse

Warm 28 Grad              2Std.

Ich fahre in Bourg ein und stelle mich gleich zum Friedhof, da ziemlich viel Verkehr ist.

Ich fahre mit dem Bus ins Zentrum und sehe mich ein wenig um.

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Nach einem Imbiss gehe ich nach Bou , das liegt knapp ausserhalb von Bourg en Bresse und ist eine Kathedrale und ein Kloster, erbaut im Flämischen Stil. Erbauerin war Margarethe von Österreich und die Kathedrale diente als Denkmal für ihren früh verstorbenen Ehemann Philibert von Savoyen.

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Sie selbst war die Tochter von Kaiser Maximilian I. – also eine Habsburgerin.

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Die Kathedrale und die darin befindlichen drei Särge sind beeindruckend. Drei Särge, weil auch die Mutter vom Herzog dort ihre letzte Ruhestätte gefunden hat.

25.06.2014

25.06.2014  Beaune  – Foissiat

Warm 30 Grad                           Fahrzeit 6,5 Std.

Aus Beaune komme ich recht gut hinaus und dann geht es durch Getreideebenen bis nach St. Vinsent , wo sich die Landschaft ändert und wieder hügelig wird und die Getreidefelder mit Eichenwäldchen durchsetzt sind.

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Hier überquere ich gerade die Savonne, der ich einige Zeit folge.

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Dazwischen tauchen immer wieder kleine Teiche auf und spiegeln den Himmel.

Auch die Form der Bauernhöfe verändert sich. Sie werden langgezogen und bekommen ein Vordach. Jedes Zimmer ist von außen begehbar – daher das Vordach.

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Unterwegs entdecke ich zwei Zigeunerwagen – sozusagen die Vorfahren meiner Reiseart. Beide sind wunderschön restauriert und stehen an einem Teich.

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Am Abend setze ich mich noch in eine Bar am Platz und lerne zwei nette Leute  kennen, der eine ein ein Geschäftsmann aus der Schweiz, der sich hier niedergelassen hat und der andere ein Althippie der Nepal wegen seinem guten Smoke einige Male besucht hat.

24.06.2014

24.06.2014   Nolay  -  Beaune

Warm   30 Grad

Ich muss schon vorwegnehmen, dass ich heute sehr viel gesehen hab. Zuerst schaue ich mir Nolay an mit einer überdachten Markthalle aus dem 15. Jhdt – gedeckt mit Kalksteinen(!), mit einem Gewicht von 800 kg / Quadratmeter.

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Danach fahre ich durch die Weinberge Richtung Beaune und besuche die Burg La Rochepot in der Cote-d-Or gelegen.

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Danach geht’s durch eine Landschaft die mich stark an Gumpoldskirchen erinnert nach Beaune.

Die Einfahrt in die Stadt erwische ich wieder einmal gut und ich habe auch Glück und finde den Stellplatz für Campingcars auf Anhieb. So kann ich mich gleich ins Getümmel werfen und mir das Hotel Dieu anschauen. Zum erstem mal seit langem sind Deutsche, Japaner und anderes „Touristenvolk“ unterwegs.

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Das Hotel Dieu wurde 1443 von Nicolas Rolin und seiner Frau Goigone de Salins als Krankenanstalt für die Armen gegründet. Aufgebaut aus den besten Materialien und total durchdacht. Es ist bis heute ein Krankenhaus und die Historischen Bauten wurden bis ca. 1968 als Hospital genutzt und erst später der Öffentlichkeit gewidmet.

Bekannt ist das Hospices auch für die jährlichen Weinversteigerungen.

Dort ist außerdem das Altarbild „Das Jüngste Gericht“ von Rogier van der Weyden ausgestellt.

Beaune als Stadt ist von einer Wehrmauer umgeben und hat außer dem Hotel Dieu noch das Hotel de Ville zu bieten und das Collegial de Notre Dame. Beaune hat für mich eher italienisches Flair, mit all den Cafes und Geschäften. Natürlich steht an jeder Ecke und an jedem Ende der Weinhandel im Mittelpunkt. Also kaufe ich mir auch einen Vine de Bourgogne und verbringe den Abend mit ihm.

23.06.2014

23.06.2014   Toutry    -  Nolay

Bedeckt    20 Grad

Die Burg von Epoisses ist heute mein erstes Ziel. Sie liegt nämlich auf der Route zur Tankstelle und zum Supermarkt.

Die Burg war früher eine wichtige Festung des Herzogtums Burgund. Sehr außergewöhnlich ist der Taubenturm aus dem 15.Jhdt., der 3000 Fächer besitzt.

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Danach Frühstück im Grünen und eine Weiterfahrt durch eine hügelige mit Weiden, hellen Kühen und Wäldern bedeckte Landschaft. Dazwischen einige beschauliche Orte hineingestreut.

Rosemarie Pilcher hätte ihre Freude daran.

Gegen 13 Uhr fängt es zu regnen an und ich muss für zwei Stunden eine Pause einlegen. Danach geht es weiter wie am Vormittag.

Um ca. 19 Uhr komme ich in Nolay  an und es beginnt sich „einzuregnen“.

22.06.2014

22.06.2014   Joigny  -  Toutry

Warm 30 Grad                         Fahrzeit 7 Std.

Ein gutes Frühstück mit Gänseleberpastete, Baguette und Tomaten und dann geht’s auch schon zur Tankstelle. Ich tanke für ca. 15 Euro und will beim Tankwart zahlen. Der Tankwart verwickelt mich in ein Gespräch – woher, wohin und wieso – facit, „der spinnt“- und schenkt mir die Tankfüllung. Super, ich lasse mich gerne als Spinner bezeichnen für eine Füllung Diesel.

Heute ist Sonntag und Samstag und Sonntag ist „Tag der gelben Straßen“ , denn da fahren keine Schwerlaster und die restlichen Franzosen sind in Weekendstimmung und so gehören die gelben Straßen heute mir!

Ich versuche heute echt weit zu kommen!

Fahre also so 4 Stunden in einem Meer von Getreidehalmen bis die Landschaft wieder etwas spannender wird. Das bedeutet es gibt wieder ein paar Ortschaften zwischen den fast kerzengeraden Straßen. Zwischen 13.30 und 14.30 mache ich eine Pause – es ist einfach zu heiss!

Ich umfahre Auxerre und Avallon und am Weg sehe ich einige Burgen, die ich aber nicht besichtige, da ich Zeit einholen muss.

Ich lande dann also um ca. 19 Uhr in Toutry auf einem kleinen Campingplatz der Stadt und bin dort der einzige Besucher. Gleich nach meinem Eintreffen kommt der Campingplatzwart um zu kassieren und unbedingt ein paar Fotos zu machen – angeblich für den Grand …. Bürgermeister halt. Danach besucht mich eine Dame mit 3 Kindern, denn sie hat mich durchfahren gesehen und ich mache ein paar Modellierballons für die Kinder.

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Als alle weg sind hab ich endlich meine Ruhe ( bin heute durch die lange Fahrt und die Sonne ziemlich „geschlaucht“.)und gehe duschen, Wäsche waschen und Geräte aufladen.

Jetzt sitze ich bei einem Glas Wein.

21.06.2014

21.06.2014     Poigny  -  Joigny

Warm    30 Grad                Fahrzeit 7Std.

In der Früh kann ich es kaum erwarten und stehe um 7 Uhr auf und um 8 Uhr bin ich schon auf Achse und fahre Richtung Joigny.

Am Anfang ist es  noch etwas frisch aber im Laufe des Vormittags wird es ganz schön warm. Zwei Stunden führt mich mein Weg durch flache Getreidefelder vorbei an einem Atomkraftwerk in Norgent, dessen gigantische Dampffountaine weithin sichtbar ist. Danach wird die Landschaft etwas hügeliger und von Wald durchsetzt. Bei Sens wechsle ich von der Ile de France nach Burgund und Franche-Comté. Alles läuft wie am Schnürchen und ich erreiche problemlos um ca. 13 Uhr Varailles. Zur Sicherheit frage ich dort jemanden nach dem Weg und es geht los. Dieser Jemand heißt, wie sich später herausstellt, Jean Claude und hat in seiner Garage einen Simca 1960, einen Renault 1932 und einen 2CV stehen.

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Ich lerne auch noch seinen Freund und seine Frau Marie France kennen. Ich darf meine Mittagspause mit ihnen in ihrem wunderschönen Garten verbringen. Marie France kann außerdem noch recht gut Deutsch – sie hat mit 18 Jahren Deutsch gelernt.

So verbringe ich eine wunderbare Stunde mit den beiden und wir tauschen die Adressen aus und schon bin ich wieder „on the road“.

Wenn ich schon einmal wieder in Fahrt bin, passiert natürlich auch immer was. In Joigny angekommen, nehme ich eine falsche Straße und finde mich in einer Sackgasse wieder.

Zu eng um umzudrehen! Abhängen, Hänger umdrehen, Traktor wieder in Position bringen, Hänger wieder anhängen und alles bei mind. 30 Grad – Uff!

Danach finde ich den Stellplatz in Joigny und gehe mir die Stadt anschauen.

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Die Stadt hat viel interessante Fachwerkshäuser und drei Kirchen (teilweise gotisch) und Reste eines Chateaus aber alles sehr verkommen. Derzeit wird vieles wieder hergerichtet. Dabei liegt die Stadt sehr schön am Fluss Yonne und mit den Weinbergen im Hintergrund erinnert sie mich an die Wachau. Einst war sie Hafen um das Holz das Paris brauchte zu verschiffen, denn hier beginnen die Wälder.

Abends ist ein Musikfest angesagt, es wird also heute etwas „schwungvoll“.

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20.06.2014

17.06.2014    Poligny

Warm ca. 28 Grad

Wieder einen Tag überstanden und am Abend um ca. 19 Uhr bekomme ich Besuch von einem Herrn. Ich ziehe schnell das Leiberl mit dem Spruch: „Ich spreche nicht Französisch, bin aber trotzdem sympatisch“ an und es wirkt auch prompt. Er lacht und fragt mich woher ich komme.

Er spricht gut Englisch und meint – „ a Austria – a part of Bavaria“.

Ich verneine dezitiert und erkläre warum ich da bin und nicht weiterfahre, wo ich schon war und wo ich noch hin will. Er ist der Meinung, dass ich nicht ganz dicht bin und bietet mir sofort Hilfe an und ob ich wohl versorgt bin.

Wenn ich etwas brauchen sollte solle ich zur „mairie“ (Gemeindeamt) kommen. Danach stellt sich heraus, dass er sowas wie ein Gemeinderat ist.

 

18.06.2014   immer noch  Poligny

Wieder warm  28 Grad

Heute gehe ich ins Schwimmbad um mich zu restaurieren. Vormittag warte ich auf eine Nachricht von der Werkstatt – die natürlich nicht kommt.

Ich hoffe , dass das Paket noch vor dem Wochenende kommt sonst werde ich „narrisch“!

 

Nachmittag liege ich also mit zwei lauten Schulklassen in einem Großfeldsiedlungsbad. Auch hier ist langsam Schulschluss.

 

19.06.2014     ja, immer noch Poligny

Immer noch warm

Ganzen Tag nichts los! Am Nachmittag um 17 Uhr sitze ich vor dem Wagen und lese, als ein Auto stehen bleibt und ein älterer Herr zu mir kommt. Er fragt mich gleich ob wir Englisch sprechen sollen und fragt mich nach dem Wagen und den üblichen Geschichten. Nach einer Weile stellt sich heraus, dass es der Bürgermeister von Poligny ist und nach dem Rechten sieht.

Auch er bietet mir Hilfe durch die commune an und erzählt, dass er vor ca. 20 Jahren in Wien war, als sie die UBahn gebaut haben. (Ich musste ihn korrigieren, dass das schon etwas länger her gewesen sein musste.)

In 14 Tagen hat er Urlaub und da fährt er mit seiner Frau nach Wien, um ihr Wien zu zeigen.

War ein sehr nettes Gespräch, ich hoffe nur, dass nicht morgen der Bezirkshauptmann vorbeischaut.

 

20.06.2014      eh schon wissen, Poligny

Wetter bedeckt

Ich liege noch im Bett als plötzlich um 9 Uhr 30 das Telefon leutet und eine weibliche Stimme einen französischen Satz von sich gibt.

Ich springe wie von der Tarantel gestochen auf, sage: „arrive avec trakteur“ ins Telefon. So schnell habe ich mich schon lange nicht mehr angezogen! Traktor abhängen und ab in die Werkstatt.

Dort nimmt man im ersten Moment an, ich werde die Lichtmaschine selbst montieren, denn sie kennen das Modell natürlich nicht. Nach kurzem hin und her kann ich sie doch überreden die Reparatur durchzuführen und nach ca. 2 Stunden mit etlichen Erklärungen meinerseits und der Gebrauchsanweisung ist die Lichtmaschine an ihrem Ort – aber noch nicht angeschlossen! Jetzt wird es erst richtig heiß!

Na, ja keine quälenden Details nur so viel, um 14 Uhr ist es dann so weit und wir starten den Motor und alles funktioniert – auch das Ladekontrolllamperl – nur das sollte nicht leuchten! Nun ja, nach einer Viertelstunde ist auch das gelöst und der junge Mann kommt zum schmerzlichsten Punkt der Operation – er muß beim Traktor in die Motorhaube ein Loch schneiden!!!!

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Mir blutet das Herz und ich versuche das Loch so klein als nur möglich zu halten – das Ergebniss ist entsetzlich!!!

Aber wir sind wieder einsatzbereit und morgen geht die Reise weiter in Richtung Birgit.

Danke noch einmal an Robert und Birgit und an Herrn Scherer von der Firma Gady .

16.06.2014

16.06.2014  Poligny bei Provins

Warm 30 Grad

In den letzten Tagen habe ich keinen Bericht geschrieben. Am Donnerstag ist die Lichtmaschine kaputt gegangen und am Freitag in der Früh fahre ich also in eine Werkstätte – zum Glück gleich um die Ecke vom Standplatz – und frage ob sie die Lichtmaschine reparieren können.

Heute auf keinen Fall, immerhin ist heute Freitag, und zweitens bekommt man keine Lichtmaschine mehr für dieses Fahrzeug. (alles auf französisch, inzwischen bin ich Weltmeister im Wörterbuchblättern!)

Nun gut ich sehe, dass ich alleine nicht mehr zurechtkomme und rufe meinen immer bereiten „Telefonjoker“ an. Robert organisiert herum, braucht Fotos von der Lichtmaschine und so weiter und eine Stunde später rede ich schon mit einem Experten und schon wird mir eine Lichtmaschine geschickt. Super!!! So ein Telefonjoker wie ich habe (und die „Jokerin“ im Hintergrund) braucht man in so einem Falle!

Natürlich geht das Paket erst am Montag auf Reise und es wird wohl einige Tage brauchen.

Dabei habe ich noch Glück im Unglück, da am Wochenende ein Mittelalterfest im benachbarten Provins ist.

Heute Montag fällt mir kurz der Himmel auf den Kopf da mich das Herumsitzen und Warten mürbe macht.

Sitze also in Pologny fest und warte – es wird also in den nächsten Tagen nicht viel Neues geben.

12.06.2014

12.06.2014   Paris -  Poigny

Sehr warm   28 Grad Sonne                Fahrzeit 8 Std.

Seit 11 Uhr bin ich wieder auf der Straße und kämpfe mich aus Paris hinaus. Anfangs funktioniert auch alles, den Weg den ich gekommen bin zurück zu fahren – nur dann kommt eine Einbahn und mit der Einbahn eine kleine Suche nach dem rechten Weg.

Im Großen und Ganzen schaffe ich es nach einer Stunde und 45 Minuten aus Paris draußen zu sein.

Dann mache ich eine Pause und versuche irgendwo Wasser zu kaufen. Heute ist irgend ein Feiertag oder sonst was, jedoch finde ich kein Geschäft das offen hat. Ich fahre also ganz gemütlich bis Poigny, das knapp vor Provins liegt.

Unterwegs schaue ich mir in Loup de Naud noch eine romanische Kirche an mit Portraitstatuen aus der Gotik am Eingangsportal.

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Um 19 Uhr 30 bin ich in Poligny und ich bleibe gleich beim Friedhof stehen und gehe danach noch Richtung Provins um die Lage zu checken.

Morgen stelle ich mich weiter hinein zur Stadt und gehe dann ins Zentrum. Am Wochenende ist ein Mittelalterfest – bin noch unschlüssig ob ich bleibe.

11.06.2014

11.06.2014       Paris

Sonnig  27 Grad

Heute bleibe ich noch am Campingplatz und mache so Servicearbeiten wie abschmieren, putzen, Ölstände kontrollieren, Vorrat ergänzen …

Abends bekomme ich Besuch von Leuten aus Stuttgard die mit ihren Citroen- Oldtimern in Paris sind.

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Sehr nettes Gespräch.

Danach noch ein Haufen Malaysier die in 12 Tagen mit dem Bus Europa bereisen – Hektiker

Morgen geht es wieder los.