21.07.2014

21.07.2014   Castellnuovo Scrivia – Milano

Bedeckt, Gewitter 20 Grad           7 Stunden

Die Nacht vor dem beeindruckenden Friedhof war bescheiden, also machen wir uns auf Richtung Mailand, wobei ein echtes Etappenziel (Campingplatz) noch fehlt. Durch die Agrarregion der Po-Ebene kämpfen wir uns über buckelige, holprige Straßen von Nest zu Ort zu Nest…..

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Die wenigen Strecken auf den höherrangigen Straßen sind unangenehm, daher vermeiden wir sie möglichst. In Bressana frühstücken wir gegen Mittag Espressi und Cornetti. Bei San Angelo stoppen wir bei einem Einkaufszentrum, um uns mit dem Nötigsten zu versorgen, in der Zwischenzeit brauen sich Wolken zusammen. Kaum im Wagen, mit Einkauf und Essen (Grillhendl – à la Mumie), beginnt es zu blitzen und zu donnern. Wieder einmal Zwangspause, diesmal aber willkommen, weil nach dem Essen auch ein paar Minuten des nächtlichen Schlafdefizits aufgeholt werden können. Während Wolf Goliath wieder startklar macht, suche ich im Internet verzweifelt nach einem Zielort. Google schlägt einen Campingplatz vor, der aber bei näherer Betrachtung keiner ist, also weiter Möglichkeiten gesucht und einen Stellplatz am Bauernhof im Süden Mailands gefunden. Bereits von der rumpeligen Fahrt und immer größerer Müdigkeit gezeichnet, erreichen wir gegen ½ 8 Uhr den Bauernhof. Dass Wolf davor auf einer dreispurigen Einfahrtsstraße allem rauschenden Verkehr die Stirn bietet und dann noch ca. 2km auf der Zufahrtsstraße gegen die Einbahn fährt (für Traktoren/landwirtschaftliche Fahrzeuge gibt es eine Ausnahme!) – hat uns den Rest an Mut und Durchhaltevermögen gekostet. Jetzt fehlt nur noch, dass kein Platz ist! Tatsächlich antwortet die Hausherrin auf meine Frage nach einem Stellplatz mit: „no, we are full“ – das kann ich aber nicht akzeptieren, so biete ich an, dass wir vor dem Tor auf dem Seitenstreifen stehen würden und erzähle von dem Pech mit dem Regen und, dass wir unser geplantes Ziel (?) nicht erreichen konnten. Erst als sie mit kommt um das Gespann zu begutachten und gleichzeitig ein italienisches Wohnmobil wegfährt, lässt sie uns bleiben! Juchuuu! Wir hätten es auch keinen Meter weiter als in die Parklücke am Stellplatz geschafft, in die Wolf bravourös rückwärts einparkt. Duschen – Augen zu!

Ein Gedanke zu „21.07.2014

  1. Georg

    ‘Im Frühtau zu Berge wir ziehen , valera’ fällt mir da ein, und so ein berühmtes Mumien-Hendl will ja auch aufgeweckt und wiederbelebt werden, sodass der Regen nach dem Einkauf nicht so wirklich “unwillkommen war, wie Birgit schreibt. Die weiteren Fahrtumstände waren wirklich abenteuerlich, und ihr , Wolf und Birgit, wart beide großartig, wenn man Birgits Schilderung folgt; nervenaufreibend war es sicher allemal, aber genial gemeistert! Wolf ist besonders zu bewundern für sein Durchhaltevermögen, eine Meisterleistung! Milano ‘ante portas’! Schön, dass ihr am nächsten Tag doch noch die Gelegenheit hattet, die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu erleben!

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