26.07.2014

26.07.2014   Solferino  -  Verona

Bedeckt  20 Grad                      3 Std.

In der Nacht beginnt es zu gewittern und zwar ordentlich. Wo bekommt der Himmel so viel Wasser her? Stundenlang donnert und blitzt es, sintflutartige Regenfälle erschöpfen die Dichtheit des Wagendachs und wir müssen Schüsseln aufstellen um die Tropfen einzufangen.

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Gegen in der Früh gehe ich hinaus „duschen“. Es will kein Ende nehmen und wir fragen uns ob wir aus David nicht eine Arche zimmern sollten.

Gegen 10 Uhr Vormittag hört es endlich auf zu regnen und wir können frühstücken gehen. Die trockene Zeit nutzen wir um nach Verona zu fahren – es sind nämlich weitere Regenfälle angesagt. Ein Genuatief nervt uns. Auf der Strecke passieren wir Valeggio sul Mincio, eine mittelalterliche Stadt mit Wehranlage quer über den Fluss, einer stattlichen Turmburg und Häusern die im Fluss stehen.

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Tatsächlich erwischt uns das Wetter wieder beim (erfolglosen) Versuch in den Wohnmobilstellplatz der Stadt hinein zu kommen. Es „kübelt“ wieder und wir müssen blitzartig einen Parkplatz finden – wir nehmen den Erstbesten – Verona muss warten!

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Nach eineinhalb Stunden ist der ärgste Regen vorbei und wir machen uns bei Nieselregen auf um die Stadt zu besichtigen. Trotz des schlechten Wetters teilen wir die Besichtigung der Arena di Verona, die Wehranlagen und die Altstadt mit hunderten anderen Touristen.

Auch der Balkon von Julia und die Kratzspuren von Romeo werden von uns kriminalistisch genauestens untersucht. Die unzähligen schön renovierten Palazzi und anderen historischen Bauten lassen sehr gut erahnen wie prächtig die Stadt einst war. Zu späterer Stunde fallen wir mit knurrenden Mägen in ein Veroneser „Beisl“ ein, das gute Bier und die Pennette al Cubana stärken uns für unseren Heimweg.

Ein Gedanke zu „26.07.2014

  1. Georg

    ‘Henry Dunant’ hat offensichtlich nicht seine schützende Hand über euch gehalten, aber ihr habt das Beste daraus gemacht , und den Mut nicht verloren. Verona ist natürlich die Arena. An einem schönen Tag sind die “Sitzsteine” so aufgeheizt, dass sie noch weit nach Mitternacht warm sind (erlebt 1980 in einer Vorstellung von “La Gioconda” mit dem legendären L. Pavarotti als ‘Enzo’).
    Der arme Goliath wäre bald einer “Verholzung” anheimgefallen, und David womöglich mit Viecherln vollgepfropft gewesen. Eure Regen-Sorgen sind aber erhört worden, sodass ihr die, wenn auch kurze Regenpause für einen weiteren Vormarschversuch gen Verona nützen konntet.
    Valeggio sul Mincio ist eine reizende Stadt, Häuser im Wasser erinnern natürlich an Venedig und Fernost und sieht doch recht feucht aus, in dem Fall nicht nur von unten, sondern auch von oben, denn die kringelnden “Kreischen” am Wasser rühren sicher vom Regen, nicht von Fischen her…
    Staunend hört “man” von Romeos Kratzspuren, den schönen Pallazi usw., denn “man” wohnte immer in Orten außerhalb Veronas, wenn die Arena “anstand”…
    Es bleibt zu hoffen, dass die Genueser ihre Tiefs demnächst behalten, und dass das mare adriatico nichts Gröberes mehr nachsendet!

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