27.07.2014

27.07.2014   Verona – Bassano di Grappa

Warm 30 Grad     10 Stunden Marathon (!)

Nach einer viel zu kurzen Nachtruhe sind wir bereits um 9:30 Uhr auf dem Weg aus Verona hinaus, wie die Einfahrt am Vortag, funktioniert auch die Ausfahrt problemlos – Sonntagmorgen schlafen noch alle!

Das Tagesziel ist klar: ein Campingplatz! Unser Hygienezustand lässt bereits zu wünschen übrig und ein ruhiger, entspannter Rasttag wäre auch schon angebracht. Da die Plätze eher rar sind kommen nur Vicenza oder Bassano in Frage, weil wir die lastautofreien Straßen am Wochenende nutzen wollen, ist klar, dass wir zum 1 ½ Seiten entfernten Bassano fahren. Zunächst klappt alles wie am Schnürchen, am Rand von Verona (Industriegebiet) frühstücken wir noch schnell in einer Bar, dann geht’s auf Richtung Vicenza. Leider verpassen wir eine Ortsausfahrt, der Umweg kostet wertvolle Kilometer und vor allem Zeit. Das Wetter spielt hervorragend mit, es ist angenehm warm, Regen droht, wie’s scheint keiner. Ich navigiere uns auch in eine kleine Mittelgebirgsschwelle (Colli Bérici), wo Goliath ordentlich bergauf-schnauft!

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An einer Weggabelung pausieren wir im Schatten der Bäume. Wir essen Thunfischsalat und die letzten Brotreste – auch die Nahrungsmittel gehen schon zur Neige. Während der Jause werden wir von einer Gruppe Wanderer „überfallen“, die vom Gespann restlos begeistert sind und unzählige Fotos schießen, mit uns, mit Wolf am Traktor, mit der ganzen Gruppe, einzelne Personen…Leider verfahren wir uns in den schmalen Berggasserln wieder und kommen erst mit ortskundiger Hilfe wieder auf den rechten Weg.

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Es ist schon Nachmittag und Vicenza ist immer noch nicht umfahren! Obwohl Wolf alles aus Goliath herausholt, scheint es zeitweise, als kämen wir kaum weiter. Die Dusche, das Bier,…. alles rückt in unerreichbare Ferne. Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf! Wir wollen Bassano erreichen, also werden alle Reserven mobilisiert und kurz nach 20 Uhr sind wir am Ziel! Einem übervollen Parkplatz, einem übervollem Restaurant und einem geschlossenen Campingplatz. Wenn die Gäste aus dem Restaurant alle am Campingplatz wohnen, können wir wieder abfahren! Zufällig geht das Tor des Platzes auf und ich gehe hinein und suche die Rezeption. Niemand da, aber wenigstens sehe ich, dass genügend Stellplätze frei sind. Ich rufe die Nummer neben der Gegensprechanlage an und bekomme Rückmeldung, dass uns im Restaurant jemand helfen wird – alles sehr unkompliziert!

Als der Platz eingerichtet ist, stehen wir vor dem nächsten Problem: nur Konservenfutter und vor allem: kein Wein! Der Platz ist so klein, dass es keine Bar gibt und das Restaurant so voll, dass wir auch keinen Platz hätten. Da tritt unser Retter in Erscheinung: Fonsi aus Regensburg! Er hat unsere Ankunft schon beobachtet und kommt danach zu uns, um die üblichen Fragen nach Grund und Dauer und Reise zu stellen. Aber nicht nur das, er lädt uns auch gleich auf Bier, Wein und Essen ein – wie im Märchen!

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Der Abend wird lang, viele Geschichten vom ehemaligen Gleitschirmflieger und der Traktorreise, Bier, Wein  (GV aus Niederrußbach!!!) und diverse Schnapserln sind das perfekte Betthupferl und sorgen für tiefen Schlaf!

2 Gedanken zu „27.07.2014

  1. Georg

    Das war eine abwechslunsreiche und anstrengende Fahrt! Wie Bri auch, ergötz’ ich mich an den “blumigen” Schilderungen eurer – manchmal – kurzweiligen Routen, die euch freilich nerven, wenn nichts weiter geht, aus welchen Gründen auch immer.
    ‘Fonsi’ aus Regensburg scheint ein recht patenter Kerl zu sein und hat euch “Gebeutelten” noch einen netten Abend ermöglicht!
    ‘Fonsi’ wird einer von zahlreichen Gleitschirm-Fliegern (gewesen) sein, die den dafür bekannten Monte Greappa benützt haben.GV aus Niederrußbach, – welche Labsal! Ich trink eben ein Achterl mit dem ‘Graf von Kreuzen’. – Wenn ich so lese, wie intensiv du eigentlich mit dem italienischen “Volk” parlierst, muss dein Italienisch fast schon den Grad der Position vor der Schriftstellerei erreicht haben; oder kann “man” dort noch aus den Zeiten der Monarchie etwas Deutsch (nein, Österreichisch) ?
    However, in den Kronlanden lässt sich’s gut sein, odrr?

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