20.08.2014

20.08.2014  Mariazell/Erlaufsee

Regen, stark bewölkt 15 Grad

Das mehr oder weniger leise Tröpfeln auf das Wagendach begleitet uns die ganze Nacht, wie auch am Morgen. Da wir damit gerechnet haben, wird das Aufstehen verzögert und danach erst einmal ausgiebig heiß geduscht. Der Blick in’s Internet verrät uns die Busverbindungen vom See in die Wallfahrtsstadt, nur 20 Minuten Zeit um stadtfein zu werden!

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Die Basilika präsentiert sich perfekt renoviert, außen wie innen, nur der graue Regenschleier lässt den Glanz etwas verbleichen. Nachdem wir uns innen über die historische Entstehungsgeschichte informieren: Mönch Magnus von St. Lambrecht wird in die Mariazeller Gegend geschickt um Gläubige zu betreuen, bleibt an einem unüberwindbaren Felsen hängen, bittet seine handgeschnitzte Maria Mutter Gottes um Hilfe, diese spaltet den Felsen und Magnus kann weiterziehen. Natürlich errichtet er an dieser Stelle eine Gedenkstätte und seine Bleibe. Heute findet man diese „Magna Marta Austriae“ aus dem 12. Jht in dem versilberten Altar in der Mitte der Basilika,

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in der ursprünglich gotischen Kapelle, die einst von Ludwig I. von Ungarn und seiner Frau Elisabeth gespendet worden war. Bei einer der zahlreichen Umbauten spendeten auch Franz I. und Maria Theresia, sie ließen von Wiener Goldschmieden das Silbergitter anfertigen. Genug Historisches, keine Aufzählungen der Papstvisiten und Kardinal Franz König Verehrungen, hinaus auf den Vorplatz,

zum schnöden Mammon und leiblichen Genüssen in Form von wunderbar weichen Lebzelten und Andenken und allerlei Schmonzes. So wurde aus dem verregneten Tag doch noch ein Kultur- und Kaufgenuss, in einer Regenpause schaffen wir es sogar trockenen Fußes zurück zum Erlaufsee.

Ein Gedanke zu „20.08.2014

  1. Georg

    Ein sehr lebendiger und lehrreicher Bericht aus der Wallfahrtsstadt, der einige Erinnerungen wachruft. Die heiße Dusche beim Erlaufsee hat schon was, und der Besuch beim Jägerwirt bringt überhaupt Legendäres ins Gedächtnis: Der “alte” Krcal (Rehfesseln) wird vielleicht nicht mehr leben, seine umtriebige, schwarzhaarige Frau womöglich auch nicht mehr, aber der ‘Jägerwirt’ besteht immer noch, und die Küche dürfte gleich gut geblieben sein; schön, dass ihr trotz des unbeständigen Wetters in die Wallfahrts-Metropole Österreichs kommen und das “alte” Flair gemeinsam genießen konntet! Der Rückweg muss wohl auch alte Erinnerungen wachgerufen haben. – Gratuliere!
    Georg, vlg. …

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